Entwicklungshilfe auf vier Kontinenten

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Genau wie der griechische Sagen­held Odysseus von Ithaka, zieht es auch die jugendlichen Guides und Scouts der Ranger-Rover-Stufe (Jugendliche zwischen 17 und 23 Jahren) in die weite, ferne Welt. Unter dem Motto „Odyssee 2010“ werden nächstes Jahr im Sommer 110 Pfadfinder aktive Entwick­lungshilfe leisten. Die Zielländer heißen Bosnien-Herzegowina, Senegal, Bolivien und Vietnam.

Lëtzebuerger Guiden a Scouten“ starten „Odyssee 2010

Die Orientierung der einzelnen Projekte ist breit gefächert, sodass den individuel­len Fähigkeiten der teilnehmen­den Ranger-Rover Rechnung ge­tragen wird. In Stolac bei Mostar werden die Ranger-Rover im Rahmen eines interkulturellen Projekts zusam­men mit bosnischen Jugendlichen am Wiederaufbau von religiösen und kulturellen Gebäuden teil­nehmen, die während des Kriegs in Bosnien-Herzegowina zerstört wurden. Manuelle Arbeit steht auch im Mittelpunkt des Schaffens der Pfadfinder im Dorf Bella Vista (Cochabamba – Bolivien), wo eine Grundschule renoviert sowie ein pädagogischer Garten angelegt werden. Hart gearbeitet werden wird auch im Norden Vietnams, wo im Dorf Tam Son (Distrikt Quan Ba) im Rahmen eines integrierten Ca­ritas-Projekts der ländlichen Be­völkerung zur Hand gegangen wird beim Anlegen von Reisfel­dern und dem Wiederaufforsten der schroffen Berghänge.

Zwei Mal wird es die engagier­ten Guides und Scouts der „Lëtze­buerger Guiden a Scouten“ dem­nächst auch nach Westafrika zie­hen: In Senegal werden in Thiès die Pfadfinder ein Ausbildungs­zentrum mit aufbauen, das den „apprentis informels“ dienen wird, während im Dorf Mboro mit be­hinderten Kindern gearbeitet wird. Die Projekte in Afrika, Südame­rika und Asien wurden durch die ONG „Lëtzebuerger Guiden a Scouten fir ENG Welt“ initiiert und somit durch staatliche Gelder kofinanziert. Im Rahmen des „Weekend de lancement“ am vorvergangenen Wochenende in Neuhäusgen hat-ten die über 160 anwesenden Ran­ger-Rover die Gelegenheit, sich detailliert über die verschiedenen Projekte zu informieren und sich auch verbindlich einzuschreiben.

Während dieser Aktivität wurde auch im Rahmen der natio­nalen Gedenkzeremonien an die Widerstandskämpfer in den Rei­hen der damaligen „Lëtzebuerger Scouten“ erinnert, wobei Zeit­zeuge Théo Jacoby den jugendli­chen Guides und Scouts darlegte, welche Mühen es kostete, vor 60 Jahren die Kapelle „Notre Dame des Bois“ in Neuhäusgen zu er­richten. 

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